Spikes, Netze, Klebepaste, Plastik-Raben: Die meisten Abwehrmaßnahmen scheitern oder fügen den Tieren Leid zu. Was wirklich hilft, ist etwas anderes.
§ 1 Tierschutzgesetz
Sie sollen verhindern, dass Tauben landen. Doch Tauben sitzen oft trotzdem zwischen oder sogar auf den Spikes und bauen dort ihre Nester.
Richtig und straff gespannt sind Netze eine gute Methode, um Tauben von bestimmten Stellen fernzuhalten.
Häufig sind sie locker, beschädigt oder schlecht angebracht. So gelangen Tauben dahinter, verfangen und verletzen sich. Schwarze Netze wirken ästhetischer, sind für Tauben aber schlechter sichtbar.
Tauben bleiben mit Füßen oder Federn hängen. Das führt zu schweren Verletzungen und einem qualvollen Sterben. Der Einsatz von Klebepaste ist ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz und damit eine Straftat.
Mehr zu den Gefahren für Stadttauben
Greifvogelrufe, Ultraschall, Duftstoffe, Plastik-Raben oder Eulen. Tauben erkennen schnell, dass keine echte Gefahr besteht, die Wirkung hält nur kurz an.
Ein Beispiel ist das Augsburger Modell. Betreute Taubenschläge bieten sichere Brutplätze, artgerechte Nahrung und Eiertausch.
Wichtig: Die Schläge müssen an Tauben-Hotspots stehen. In Augsburg decken etwa 12 Taubenschläge diese Orte ab, sodass viele Tauben die Schläge statt der Gebäude nutzen.
Ein Großteil der Population muss die Schläge nutzen, damit das Modell funktioniert. Sind die Hotspots abgedeckt, sollte außerhalb nicht mehr gefüttert werden.
Auf Instagram zeigen wir regelmäßig, wie tierfreundlicher Umgang mit Stadttauben in der Praxis aussieht.